…mit Eltern und Kindern in der Apotheke.

Eltern mit Kindern im Vor- und Grundschulalter sind häufige Kunden in der Apotheke. Am HV-Tisch trifft das Apothekenteam dabei oft auf angespannte Eltern. Wir geben Ihnen einige Tipps zur Kundenkommunikation mit Eltern und Kindern in der Apotheke:

1. Den Beratungsbedarf abschätzen

In der Apotheke lassen sich zwei verschiedene Elterntypen identifizieren. Angespannt und hektisch wirkenden Eltern merkt man an, dass diese nicht mit voller Aufmerksamkeit an der Beratung teilnehmen, weil sie von ihren Kindern abgelenkt sind. In diesem Fall sollte das Beratungsgespräch auf die wichtigsten Empfehlungen zur Medikamenteneinnahme und Dosierung beschränkt werden. Umgekehrt treffen Sie auch auf Eltern, die Zeit mitbringen, sich zu einem Thema umfassender informieren möchten und verschiedene Fragen haben. Je nach Möglichkeit empfiehlt es sich dann, das Gespräch in einem hierfür eingerichteten Beratungsbereich fortzusetzen.

2. Besondere Interessen berücksichtigen

Abhängig vom Anliegen des Kunden können Sie auf komplementärmedizinische Alternativen oder Ergänzungen verweisen, indem Sie Eltern fragen, ob Sie ein „natürliches“ Medikament zur Behandlung ihrer Kinder bevorzugen.

3. Schwerpunkt-Beratung für Eltern einführen

Je nach Größe und Kompetenzprofil des Apothekenteams kann es sinnvoll sein, eine Mitarbeiterin zu bestimmen, die die Beratung von Eltern schwerpunktmäßig übernimmt. Hier empfehlen sich naturgemäß Kolleginnen mit persönlichen Erfahrungen und entsprechender Fortbildungsqualifikation. Eltern können dann nach interner Absprache an diese Kollegin weitergegeben werden, z.B. mit der Formulierung: „Ich habe noch keine eigenen Kinder, aber wir haben eine Fachberaterin für Kindererkrankungen in unserem Apothekenteam. Meine Kollegin Frau XY wird Ihre Fragen gerne beantworten.“

4. Richtig auf die Kinder eingehen

Kränkliche oder quengelnde Kinder in der Apotheke können durch eine direkte Ansprache einbezogen und abgelenkt werden. Fühlt sich das Kind wahrgenommen, wird dessen Selbstbewusstsein gestärkt und die Bereitschaft zur Einnahme der Medizin erhöht. Sprechen Sie Kinder immer auf Augenhöhe an, z.B. indem Sie sagen: „Deine Mami wird Dir morgens und abends einen Löffel von dieser Medizin geben, sie schmeckt nach… (Früchten).

5. Infomaterialien bereithalten

Informationsblätter mit Apothekenlogo und persönlicher Gestaltung stellen die Beratungskompetenz des Apothekenteams besonders heraus. Diese können für häufig vorkommende Beratungsthemen zusammengestellt werden, die mündliche Beratung ergänzen und Beratungsgespräche bei größerem Kundenandrang kundenorientiert verkürzen.

Die Fortbildung zum zertifizierten Fachberarter Komplementärmedizin in der Pädiatrie (DAHN)

Im Frühjahr und Herbst 2016 führt die Deutsche Akademie für Homöopathie und Naturheilverfahren deutschlandweit wieder mehrere Fortbildungsgänge zum “Zertifizierten Fachberater für Komplementärmedizin in der Pädiatrie (DAHN)” durch. Mit dieser Fortbildung erwerben approbierte Apotheker/innen und PTA vertiefte Beratungskompetenzen im Bereich Kinderheilkunde und übernehmen besondere Beratungsaufgaben.

>> Mehr Informationen zur Fortbildung und Termine